Urlaubstagebuch zu Mittenwald 26.09.04-16.10.04
Im Tonihof Buckelwiesen 3 Mittenwald
Näheres unter: www.tonihof.de oder
Dieses UTB ist entstanden aus verschiedenen E-Mails die ich aus dem Urlaub an meine Freunde geschickt habe. Es folgen die einzelnen Tagesabläufe.
So
am Sonntag bin ich um 04:00 wach geworden und auch aufgestanden. Kurz geduscht und Kaffee getrunken, dann Koffer, Taschen und Mountain-Bike ins Auto und los ging’s, um 05:40. Ich wollte Mittenwald und Buckelwiesen 3 ins Navi eingeben, Buckelwiesen kannte es nicht. Sch…ade, also Zentrum eingegeben und da schlug es automatisch Tonihof vor, mein Hotel. Die Fahrt lief problemlos obwohl es fast den ganzen Weg über geregnet hat. Hier hat’s schönes Wetter, es ist nur etwas kühl und auf den Berggipfeln liegt schon seit Samstag Schnee. Siebeneinhalb Stunden Fahrt mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 110 km/h.
Mo
Heute (Mo) um 08:30 aufgestanden, schön gefrühstückt und dann bei Sonnenschein ins 5 km entfernte (der Tonihof liegt außerhalb) Mittenwald gewandert. Es gibt hier ein wunderschönes Bergpanorama. In Mittenwald dann eingekauft, Bier getrunken (ich war ja zufuß unterwegs) und einen Mokkabecher gegessen. Dann zurückgewandert, das fiel dann ganz schön schwer (nicht wegen den 2 Bier, sondern es ging bergauf). Im Hotel angekommen, Mittagsschläferchen und dann auf der Hotelterrasse Kaffee und Kuchen. Danach diese email geschrieben und ich hoffe das ich sie nach dem Abendessen abschicken kann.
Di
schöne Grüße von www.tonihof.de sende ich Euch. Habe die erste email gestern Abend nicht abschicken können, da der Hotelvater sich mit seiner Telefonanlage nicht auskannte. Aber er will sich erkundigen. Heute um 09:00 gefrühstückt und danach wieder hingelegt. Ich hatte Muskelkater vom Wandern und das Wetter war nicht so toll. Also um 11:30 nochmals aufgestanden und mit dem Auto nach Garmisch-Partenkirchen (18 km) gefahren. Dort bin ich durch die Fußgängerzone spaziert und habe meine erste Lesebrille gekauft. Tscha… man wird älter. Jetzt sitze ich bei teilweise Sonnenschein mit dem Laptop auf der Hotelterrasse und habe schon Kaffee getrunken und schreibe Euch. Hoffentlich klappt es heute Abend mit dem senden.
Mi
Heute um 09:00 kurz gefrühstückt, wollte mich danach wieder hinlegen. Aber das Zimmermädchen hatte das Zimmer noch nicht gemacht. Also bin ich aufs blaue mit dem Auto los gefahren und hab den wunderschönen Walchensee entdeckt (20 km). Kristallklares Wasser und schönes Bergpanorama, leider hatte ich den Fotoapparat nicht mit, aber ich fahre bestimmt nochmals hin. Mit dem Mountain-Bike bin ich noch nicht gefahren, dafür ist es mir einfach zu kalt. So jetzt werde ich diese email abschicken und danach sehr wahrscheinlich Mittagsschläferchen.
Do
Heute morgen hatte ich schlechte Laune. Es war nebelig oder die Wolken hingen sehr tief und ich hatte keine Lust aufzustehen. Dennoch irgendwie rausgekommen und um 09:00 gefrühstückt, danach die Karte ausgepackt und den Starnbergersee als Ziel ausgemacht (70 km). Der Starnbergersee war dann so wie der Tag angefangen hatte, langweilig. Ich werde in Zukunft nur noch Ausflüge in der Alpenregion machen.
Fr
Nach dem Frühstück wieder hingelegt und bis 13:00 geschlafen, ich habe einen Faulen gemacht. Draußen hat es zum Teil in Strömen geregnet. Durch das schlechte Wetter habe ich auch mal das hoteleigene Schwimmbad genutzt. 14:00 Kaffee und Kuchen im Hotel, im Internet gewesen und 1 Stunde mit dem Koch geratscht. Jetzt kommt gerade die Sonne und ich werde heraus gehen. Das habe ich auch gemacht, ich wollte zum Tennsee wandern. Also auf der Karte angeschaut, schien ganz einfach zu sein. Losgelaufen, irritierender Weise kam sofort ein Hinweisschild „Tennsee“, also nicht mehr auf die Karte geschaut und nur noch den Hinweisschildern gefolgt. Ergebnis: Kreuz und quer umhergelaufen und Tennsee, weil zu spät nicht mehr gefunden.
Sa
Spät aufgestanden und um 09:30 gefrühstückt, danach war das Zimmer schon gemacht und ins frisch gemachte Bett gelegt, bis 12:00. Dann kam die Sonne heraus und die Wege waren abgetrocknet. Sofort das Mountain-Bike ausgeladen und zusammen gebaut. Wieder Richtung Tennsee gedüst, wirklich gedüst denn es ging bergab. Tennsee wieder nicht gefunden, danach Richtung Barmsee, im Gasthaus Mittag gegessen und Bier getrunken. Barmsee auch nicht gesehen, da Wege nur für Fußgänger, muß man ja respektieren. Dafür das Schwimmbad am Grubsee entdeckt, war aber geschlossen. Von hier aus nach Krün gefahren. Zwischen Krün und Mittenwald liegt der Tonihof. Aber es gibt auf der Verbindungsstrasse zwischen den Orten keinen Weg zum Tonihof, also bis Mittenwald gefahren. Von dort aus kannte ich ja den Weg zum Hotel. Bei vielen bergauf Strecken reichte die Kondition nicht mehr und ich musste gehen. Strecke insgesamt ca. 15 km.
So
Bis 13:00 im Bett gelegen. Irgendwie habe ich immer ein schlechtes Gewissen so lange zu pennen, aber heute morgen war es nebelig. Als ich aufstand war es sonnig und ich bin mit dem Bergradl nach Mittenwald gedüst. Im Biergarten 2 Halbe und dann zum Eiscafe einen Mokkabecher. Eigentlich wollte ich mit der Karwendelbahn den Berg hinauf fahren, aber ich hatte den Fotoapparat vergessen. Na ja, morgen soll das Wetter sogar noch besser werden, mit Fön bis zu 25°C.
Mo
Nach dem Frühstück nicht wieder hingelegt. Lange hin und her überlegt, ob ich mit dem Radl oder mit dem Auto zur Seilbahn fahren soll. Mein geschundener Hintern hat sich dann für das Auto entschieden. Also mit der Seilbahn zum Karwendel hinauf. Es lag noch a bisserl Schnee und es war tolle Sicht. Ich hoffe ich habe die Zugspitze fotografiert, ich kenne diese ganzen Bergspitzen nicht. Ein bischen rumgewandert und dann wieder runtergefahren in mein Eiscafe in Mittenwald. Mokkabecher!!!!!!!! Dann auf der Hotelterasse zwei halbe im Sonnenschein und die merke ich ganz ordentlich denn ich habe nichts zu Mittag gehabt.
Di
16:15 ich sitze bei fast wolkenlosem Himmel auf der Terrasse und habe Kaffee und Kuchen schon hinter mir und werde weiter machen mit einem Paulaner alkoholfrei. Ich hatte zum Mittag auf der Gröbl Alm schon drei Halbe, na ja ich war ja mit dem Radl unterwegs. An den meisten Steigungen bin ich dann abgestiegen, weil es bringt einfach nichts. Ich kann zwar den kleinsten Gang rein machen, aber dann bin ich so langsam, dass ich kaum das Gleichgewicht halten kann und bin auch nicht schneller als zufuß. Im Hotel dann Mittagsschläferchen (Rausch ausschlafen).
Mi
Heute 09:30 gefrühstückt. Es saß noch ein einzelner neuer Gast dort und erkundigte sich bei der Wirtin nach Mountain-Bike Strecken in der Umgebung. Ich kam mit ihm ins Gespräch und habe ihm meine Streckenbeschreibungen aus dem Internet gegeben. Die brauchte ich heute nicht, da ich mit dem Auto nach Insbruck (Innsbruck?) fahren wollte. Heute abend wollen wir vielleicht zusammen essen gehen, im Hotel ist Ruhetag, da gibt’s nichts. In Innsbruck habe ich lange nach einem geeigneten Parkplatz gesucht. Nach einem Fehlversuch habe ich dann einen in der City für 1,- Euro die Stunde gefunden. Zu meinem Erstaunen habe ich in der Altstadt das goldene Dach gesehen. Ich dachte immer das wäre in Prag, na ja da hätte ich lange suchen können wenn ich dorthin gefahren wäre. Morgen soll das Wetter schlechter werden. Mal sehen was ich dann unternehme.
Do
Beim Frühstück war es draußen nebelig, aber total, man konnte keine 50 m weit schaun. Also mit dem Auto raus gefahren, zum Eibsee am Fuße der Zugspitze. Der Nebel hatte sich gelichtet, aber die Wolken hingen auf 100 m. Zugspitze nicht gesehen, nur auf der Schautafel und dort abfotografiert für daheim. 13:00 Mittagsschläferchen und jetzt K&K. Der Neue macht sich auf zu einer Mountain-Bike Tour, voll gestylt mit richtigem Outfit. Mit so einer Lusche wie mir gibt der sich gar nicht ab.
Fr
Heute nach dem Frühstück mit dem MTB Richtung Mittenwald gedüst, durch Mittenwald durch zum südlichen Ortsausgang, ab dann auf Schotterpiste bis zur Leutasch-Klamm. Bis hierhin war alles ganz easy. Die Klamm kostete Eintritt, das fand ich unberechtigt also nur von außen fotografiert und in der Sonne gesessen. Dann weiter auf der Schotterpiste zum Gasthaus „Gletscherschliff“, aber da ging es richtig bergauf. Weil so viele Fußgänger da waren wollte ich mir keine Blöße geben, also kleinsten Gang rein und los. Uuuuups da ging mir beim Treten das Vorderrad hoch, unfreiwilliger Wheeli. Dann mit den Fußgängern hoch gelaufen. Oben angekommen wurde ich belohnt mit einem wunderbaren Blick auf Mittenwald und einer Leberknödelsuppe und einem Schweinsbraten. Es war eine Leberknödelsuppe und keine Leberknödelnsuppe. In der ansonsten klaren Suppe lag ein einziger tennisballgroßer Knödel und bewaffnet war ich nur mit einem Löffel. Ich hatte Bedenken, dass wenn ich den Knödel zerteilen will, er dann über die ganze Terrasse kullert, also Hände zur Hilfe genommen. Vor der Abfahrt hatte ich echt Respekt, mehr noch als vor dem Knödel, aber durch den gezielten Einsatz beider Scheibenbremsen bin ich langsam hinunter getuckert. Durch Mittenwald gefahren und am Eiscafe halt gemacht, danach rauf zum Tonihof.
Sa
In der Nacht hat es gewittert, aber kräftig. Heute morgen sind die Strassen naß und die Wolken hängen tief. Das ist kein Wetter zum rausfahren, habe beschlossen einen Hotel Tag einzulegen. Mittags im Hallenbad, danach wurde das Wetter besser. Kurz mit dem Auto nach Mittenwald gedüst: Zigaretten, Postkarten und natürlich Mokkabecher. Der Neue ist heute morgen schon wieder abgereist. Weil er Krach mit seiner Freundin hatte und sie nicht nachgekommen ist. Dafür sind 2 Familien angekommen mit Mountain-Bikes mit Anhänger für die Quitschies. Jetzt ist beim Essen immer was los. Mal saust das World-Rally-Car durch den Speisesaal und „Tschaka“ unters Salatbuffet oder die Kleine möchte mehr Ketchup auf ihren Pommes und gibt dies lautstark kund.
So
Heut wird wieder ein Fauler gemacht. Das Wetter ist nicht so toll. Die Wege sind naß.
Mo
Heute ist wieder schlechtes Wetter. Die Wolken hängen sehr tief. Ich hatte die Idee, dass wenn ich über den Brenner nach Italien rein fahre, dass dort vielleicht besseres Wetter ist. Also nach dem Frühstück direkt los. Die Fahrt über Innsbruck und den Brenner war sehr anstrengend. Enge nasse Strassen und Nebel. In der ersten italienischen Stadt (Sterzing) habe ich den Wagen geparkt und bin durch die Altstadt gelaufen. Das Wetter war hier nicht wirklich besser. Die Wolken hängen nicht ganz so tief und es ist nicht ganz so kalt. Die Rückfahrt kam mir kürzer vor. Im Hotel gab’s dann ’ne Brotzeit und eine sehr lange Dusche, Abendessen und eine Stunde am offenen Kamin.
Di
Gefrühstückt und danach wieder hingelegt. Um 12:00 aufgestanden, das Wetter hatte sich gebessert aber immer noch zu kühl. Viel zu kalt zum radeln, also zum Barmsee gewandert und den Tennsee gefunden. Zumindest wo er einmal war. Am Campingplatz, vor einer grün bewachsenen Senke, standen Schilder „Baden auf eigene Gefahr“. Klar auf eigene Gefahr, wenn man sich den Bauch aufscheuert ohne Wasser. Im Barmsee Hotel zu Mittag gegessen, Spagetti Bolognese. Man sollte in Bayern nicht versuchen italienisch zu essen. Als ich zum Hotel zurück kam schien es so als käme die Sonne heraus. Kaffee bestellt und auf die Terrasse gesetzt und einen abgefroren. Es kam doch wieder Nebel.
Mi
Der Bann ist gebrochen. Nach 4 Tagen totalem Nebel. Heute beim Frühstück noch ein bisschen Bodennebel danach aber strahlend blauer Himmel und angenehm warm. Ich wollte mit dem MTB zur Korbinian Hütte fahren. Bis weit über den Abzweig zur Gröbl Alm bin ich geradelt auch bergauf, dann wurde es aber so mörderisch steil, das ich gehen musste und dann kam auch noch ein Schild „Korbinian Hütte 25 min“. Das war der Grund umzukehren und zur Gröbl Alm zu düsen. Zu Mittag gegessen und in der Sonne gesessen. Auf dem Rückweg zum Tonihof musste ich wieder bei den Steigungen gehen. Heute Abend ist Fernsehabend da Ruhetag.
Do
Wieder schönes Wetter, trotzdem bis 12:00 gepennt. Danach nach Krün gedüst, mit dem Bike. Im Biker-Treff zu Mittag gegessen, Reiberdatschi und ein Eis als Nachtisch. Zurück ging’s mal wieder bergauf, meist zufuß.
Fr
Sonnig aber kühl. Mit dem Auto kurz nach Mittenwald gefahren, für Zigaretten und Mokkabecher. Ich habe mich in dem Eis-Cafe verabschiedet. Im Pullover auf der Terrasse Kaffee getrunken und gefroren. Ich sage Mittenwald so langsam „Tschööö…“, morgen geht’s zurück.
Sa
Im Hotel bezahlt und losgefahren. Unterwegs gemerkt, Scheckkarte nicht wieder eingesteckt. Also noch mal wieder zurück. Scheckkarte zum Glück noch gefunden, nochmals los, 09:30. Die Fahrt verlief ganz ordentlich. Einmal hat mich das Navi von der Autobahn runter geleitet. Vollsperrung, wie ich später erfahren habe. 17:15 in Köln angekommen. Total kaputt.
So
Es wird kein Tagebuch mehr geschrieben!